Heute kam es mit der Post, ein kleines Päckchen mit der Update-DVD von Snow Leopard. Da Zuhause häufig niemand ist, habe ich mir die Bestellung gleich an die Firmenadresse senden lassen. Als hätte ich geahnt, dass das Update kommt, hatte ich auch mein MacBook dabei und habe sofort die DVD reingeworfen und das Update gestartet. Da gestern Abend nochmal ein Time Machine Backup gelaufen war, hatte ich auch keine Sorgen, wenn das Update wirklich nicht klappen sollte.
Nach ein paar Klicks nach dem Einlegen kam schon das Installationsfenster und hat ein paar Dinge auf der aktuellen Version installiert, dann selbstständig neugestartet und noch weitere ca. 40 Minuten damit verbracht, neue schöne Softwarepakete auf mein MacBook zu spielen. Das wichtigste Feature, weshalb ich Snow Leopard eigentlich sofort bestellt habe ist die volle Integration mit Exchange 2007. Diese musste ich natürlich gleich nach dem Neustart des Rechners einrichten. Hier gab es allerdings nicht viel zu tun, Apple Mail starten, neues Konto anlegen, Daten eintragen und etwas warten. Schon sind sowohl Mails und nach Wunsch auch Kontakte und Kalender auf dem Mac eingerichtet.
Schon kurz nach dem Neustart nach dem Update musste ich leider feststellen, dass mein Bildschirmschoner (Red Pill, ein Matrixcode von Mathew) nicht mehr funktioniert. Nach einer kurzen Googlesuche konnte ich den Quellcode finden und innerhalb weniger Minuten einen 10.6 kompatiblen Build erstellen. Die notwendigen Codeänderungen hab ich an den Autor geschickt. Gerne kann aber auch hier nach einer Binary gefragt werden bzw. bei Interesse stelle ich die Datei zum Download bereit.
Bei der Arbeit an der neuen Version des Bildschirmschoners hatte ich gleich die Chance, Xcode 3.2 zu testen und bin von den ersten 2-3 Dingen, die ich entdeckt habe positiv überrascht. Ich habe ehrlich gesagt nicht mit neuen Features gerechnet. Aber eine statische Codeanalyse wurde hinzugefügt und die Codeview wurde nochmal überarbeitet. Auch ist es mir zum ersten Mal passiert, dass ein Buildfehler mit einer “Es könnte, versuchen Sie bitte…” kommentiert wurde.
Was nach dem Update allerdings nicht so recht funktionieren wollte war Spotlight. Irgendwie kamen überhaupt keine vernünftigen Suchergebnisse mehr. Auch hier konnte ich nach einem kleinen Suchlauf bei Google mit den Worten “Rebuild Spotlight Index” eine Seite finden, die mir sehr geholfen hat.
Was bisher noch fehlt, ist ein Intel-Build von GraphViz, der sich auch installieren lässt. Das letzte Paket, dass auf den Webseiten verfügbar ist, soll zwar für Intel übersetzt sein, das Setup bricht aber beim letzten Schritt ab und meckert, dass er das postinstall-Skript nicht durchführen konnte. Mit Rosetta wäre zwar die alte GraphViz-Version gelaufen, die ich installiert hatte, aber ich wollte einen sauberen Stand erreichen und habe mich dazu entschlossen, bewusst Rosetta auszulassen.
Bis jetzt bin ich von der aktuellen Version von Snow Leopard sehr angetan und kann die Investition nur jedem empfehlen!
PS: Ich konnte sogar mit der Update-DVD eine frische Installation auf einem komplett geleerten Mac mini durchführen! Man sollte nur aufpassen (wenn man es braucht), dass man auch ein iLife zuhause hat, dass man dann installieren kann!
September 2nd, 2009 at 3:53 pm
Hallo,
wieso kommt iLife nicht mit auf die Platte, wenn man auf einer frischen leeren Platte installiert?
September 2nd, 2009 at 6:26 pm
Hallo Heinz,
iLife ist ein extra Paket, das es bei Apple beim Kauf eines neuen Macs kostenlos dazu gibt. Bei der Update-DVD (29 Euro) für Snow Leopard ist das Paket aber nicht mehr dabei. Dafür müsste man sich dann das MacBoxSet kaufen (169 Euro). Das mit dem Mac mitgelieferte iLife kann man nur dann nutzen, wenn man sein Originalmedium (des Macs) zur Installation benutzt und dann mit der Snow Leopard DVD normal ein Update macht. Hat man Tiger, benötigt man vorher ein Update auf Leopard oder kauft sich besser das MacBoxSet. In diesem Set ist ausser Snow Leopard und iLife ’09 auch iWork ’09, die Office-Suite von Apple, enthalten!
Viele Grüße
Thomas