Unter Mac OS X Tiger habe ich bereits mit ACLs (Access Control Lists) gearbeitet um den gemeinsamen Benutzerordner für alle Benutzer des Rechners freizugeben. Ohne diesen Umweg kann nämlich nur derjenige eine Datei beschreiben, der sie auch erstellt hat. Eigentlich dachte ich, dass ich mir unter Leopard den Umweg über das Terminal sparen kann, weil ja Benutzergruppen (und damit auch die ACLs) nun endlich in den Systemeinstellungen unterstützt werden (obgleich sie schon immer existieren).
Leider gibt es noch nicht die Möglichkeit, zu bestimmen, dass die einmal gesetzten ACLs eines Objekts (Datei oder Ordner) auch für neu erstellte Objekte weitervererbt werden sollen. Was wieder dazu führt, dass ich eine Datei, die meine Frau erstellt hat, nicht bearbeiten kann. So ein Mist aber auch
Allerdings wird es ein bisschen einfacher: während man früher (unter Tiger) erst nach dem Setzen der ACLs und der Vererbungsregel alle Daten wieder in den Shared-Ordner kopieren durfte (denn die Vererbungen werden nur für neue, also auch kopierte, Objekte angewandt) kann man unter Leopard den Finder dazu bringen, die eigenen ACLs auf alle Unterobjekte anzuwenden.
Hierfür muss man folgenderweise vorgehen:
1. Die ACLs für den Shared-Ordner im Terminal setzen (hierfür sollte man administrative Reche besitzen):
chmod +a "group:familie allow delete,chown,list,search,add_file,add_subdirectory,delete_child,file_inherit,directory_inherit" /Users/Shared/
2. Den Shared-Ordner im Finder aufsuchen, das Informationen-Fenster (
-i) einblenden und im Abschnitt “Sharing & Zugriffsrechte” das kleine Zahnrad anklicken (siehe Bild). Aus der Liste dann “auf alle Unterobjekte anwenden” wählen und warten.
Dadurch werden alle ACL-Regeln auf die Unterobjekte angewandt. Da wir vorher “directory_inherit” als Option mit angegeben haben, vererben sich die Regeln automatisch auf alle neu erstellten Objekte.
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